Wir berichteten bereits darüber, dass das Luftfahrt-Bundesamt mit Alexander Schott seit dem 1. August 2026 einen neuen Präsidenten hat.
Wer sich seinen Lebenslauf anschaut, stellt fest, dass Herr Schott eine beeindruckende berufliche Laufbahn mit ganz unterschiedlichen Stationen und Verantwortungsbereichen vorzuweisen hat. NATO, Bundesnachrichtendienst, Bundesministerium der Verteidigung – dazu Themen wie Forschung, Innovation, Digitalisierung und künstliche Intelligenz.
Ein Mann also, der sich immer wieder auf neue Aufgaben, Strukturen und Herausforderungen einstellen musste. Das lässt zumindest vermuten, dass er ein hohes Maß an Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Offenheit für Veränderungen mitbringt.
Und genau das kann jede Behörde und auch das Luftfahrt-Bundesamt gut gebrauchen!
Wenn es Herrn Schott gelingt, seine vielfältigen Erfahrungen auch in die Führung und Weiterentwicklung der Behörde einzubringen, darf die Luftfahrtwirtschaft durchaus Hoffnung schöpfen. Seine offizielle Amtseinführung, zu der auch Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden sowie weitere Gäste eingeladen waren, machte jedenfalls Mut. Der erste Eindruck lässt auf einen Präsidenten hoffen, der gestalten, bewegen und vielleicht auch so manche festgefahrene Struktur hinterfragen möchte.
Und wie kommt „der Neue“ eigentlich bei seinen eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an?
Fragt man auf der Arbeitsebene nach, fällt die Antwort durchaus überraschend aus: Viele haben ihren neuen Präsidenten bislang noch gar nicht persönlich kennengelernt.
Nun gut, gut Ding will Weile haben. Schließlich besteht das Luftfahrt-Bundesamt nicht nur aus seiner Zentrale in Braunschweig. Auch die Kolleginnen und Kollegen in den Außenstellen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München, Raunheim und Stuttgart gehören dazu. Wir können uns deshalb gut vorstellen, dass Herr Schott seine persönliche Vorstellungsrunde noch vor sich hat.
Vielleicht ist es auch gar nicht so verkehrt, sich zunächst einen Überblick zu verschaffen, bevor man überall gleichzeitig präsent sein möchte. Entscheidend wird ohnehin nicht sein, welchen Eindruck ein neuer Präsident bei seiner Amtseinführung hinterlässt, sondern was sich unter seiner Führung tatsächlich verändert. Eine moderne, leistungsfähige Behörde braucht nicht nur klare Entscheidungen und effiziente Verfahren, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Veränderungen mittragen. Und dafür muss man wissen, wo es im Arbeitsalltag gut läuft und wo der Schuh drückt.
Die Hoffnung auf frischen Wind ist da. Jetzt bleibt abzuwarten, ob daraus auch spürbare Bewegung wird.
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